Bad Sachsa
Erinnern vor Ort
Seit 1998 / 1999 erinnern ein Gedenkstein und eine Gedenktafel an das KZ-Außenlager Nüxei. Sie wurden von Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion errichtet. Auf der Tafel ist auch ein Lageplan des ehemaligen KZ zu sehen.
(ArGe Spurensuche in der Südharzregion)
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„KZ-Außenlager Nüxei Hier stand 1944/45 hinter Stacheldraht und Wachtürmen ein Barackenlager der III. SS-Baubrigade für etwa 300 KZ-Häftlin- ge. Mit ihnen mussten mehr als 1500 Menschen aus vielen Ländern Europas Zwangsarbeit beim Bau der unvollendet gebliebenen Helmetalbahn leisten. Die Mehrzahl der Häftlinge hat infolge des Terrorregimes von SS und Kapos den Tag Ihrer Befreiung nicht mehr erlebt.“
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Auf der Tafel ist auch ein Lageplan des ehemaligen KZ zu sehen: Die Inschrift der Gedenktafel lautet:
"Die 300 Häftlinge des KZ-Außenlagers Nüxei waren beim Bau der Verbindungsbahn Osterhagen-Nordhausen eingesetzt. Von den Rodungsarbeien für die neue Trasse im Mackenröder Wald berichtete 1956 der französische Häftling und Pastor Aimé BONIFAZ [...]"
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Eine Informationstafel der Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion erinnert seit 2000 an die ermordeten 26 KZ-Häftlinge in Tettenborn. Sie befindet sich in der Tettenborn-Kolonie, in der westlichen Verlängerung des Römersteinwegs südlich der Bahngleise am Waldrand. Gegenüber befand sich früher der Bahnhof.
Auf dem Friedhof in Steina sind französische KZ-Häftling begraben. Weitere Opfer des Nationalsozialismus liegen auf den Friedhöfen in Tettenborn und Bad Sachsa, Wiedaer-Straße.
Ein Gedenkstein für vier zwischen 1932 und 1944 verfolgte Bürger, darunter Golda-Maria Ebschütz und Dr. jur. Meyer, befindet sich seit 1956 (enthüllt 1957) auf dem Friedhof in Bad Sachsa. Er war auf Initiativen von Stadtdirektor Willi Müller errichtet und privat finanziert worden; Müller bezahlte den Stein und die Grabstelle zusammen mit der gegenüberliegenden persönlichen Grabstelle für sich und seine Frau Else Müller, geb. Verch.
Gedenkstein auf dem Friedhof 2011 (Ralph Boehm)
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„Den Opfern zur Ehr uns Warnung und Lehr [VIER NAMEN]“
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In Zusammenarbeit des Heimatmuseums Bad Sachsa e.V. und der Stadt Bad Sachsa mit dem Kulturverein Rangsdorf e.V. und der Familie Hansen wurde 2011 eine Gedenktafel im Borntal installiert.
„In diesem ehemaligen Kinderheim lebten vom August 1944 bis Ende 1945 46 Kinder der Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 (Attentat auf Hitler). Sie wurden in Sippenhaft genommen, mit fremden Namen geführt und sollten ihre Eltern vergessen.
Gestiftet von der Gemeinde Rangsdorf bei Berlin, dem Wohnort der Damilie Hansen 1944 und dem Ort des Flugplatzes des Stauffenberg-Fluges"
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Gedenktafel 2014
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Initiativen und AnsprechpartnerInnen
(ehem.) Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion Die Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion entstand 1997 aus einem Seminar der Nds. Landeszentrale für Politische Bildung und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Neben der Forschungstätigkeit stand die Errichtung von Stätten der Erinnerung ebenso im Vordergrund wie Gedenkveranstaltungen, Exkursionen, Veröffentlichungen, Ausstellungen und Vorträge. Bedeutenden Raum nahm das Wegzeichenprojekt Westharz zur Dokumentation der drei Westharzer Todesmärsche vom April 1945 ein. » mehr Infos
Arbeitsgemeinschaft für Weltoffenheit und Demokratie im Landkreis Osterode am Harz Die AG - WuD ist im Landkreis Osterode am Harz aktiv, mit dem Schwerpunkt Stadt Bad Lauterberg im Harz und dessen direkte Nachbarorte. Die AG setzt sich für eine freiheitlich demokratische Grundordnung und für die Menschenrechte ein. Daraus ergibt sich als Schwerpunkt der Arbeit die Aufklärung über Rechtsextremismus sowie über die Verbrechen im „Dritten Reich“. » mehr Infos
Heimatmuseum Bad Sachsa Ralph Boehm, Stadtarchivar und Leiter des Museums, gründete 2004 den Förderverein Heimatmuseum Bad Sachsa e.V., der nun für die Geschicke des Museums verantwortlich ist. Ein Baustein des Museums beschäftigt sich mit einer kurzen Darstellung der Geschichte der „Kinder des 20. Juli“. » mehr Infos
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