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    Weitere Gedenkorte

  • Ein Gedenkstein für vier zwischen 1932 und 1944 verfolgte Bürger, darunter Golda-Maria Ebschütz und Dr. jur. Meyer, befindet sich seit 1956 (enthüllt 1957) auf dem Friedhof in Bad Sachsa. Er war auf Initiativen von Stadtdirektor Willi Müller errichtet und privat finanziert worden; Müller bezahlte den Stein und die Grabstelle zusammen mit der gegenüberliegenden persönlichen Grabstelle für sich und seine Frau Else Müller, geb. Verch.

„Den Opfern zur Ehr 
uns Warnung und Lehr 
[VIER NAMEN]“

  • Eine Gedenktafel wurde auch an der Stadtkirche St. Nikolai in Bodenwerder, Corvinusweg / Münchhausenstraße angebracht. Sie ist allerdings – aufgrund der Person, der sie gewidmet ist – umstritten. Gräfer wurde von der SS hierher verschleppt und gehängt, da er die Stadt Lemgo kampflos hatte den Amerikanern übergeben wollen.

    "Bürgermeister
    Wilhelm Gräfer
    Lemgo
    8. Oktober 1885 – 5. April 1945
    wurde an dieser Stelle unschuldig
    hingerichtet
    Er opferte sein Leben für unsere Stadt
    Alte Hansestadt Lemgo."

    1.  

  • Auf dem Friedhof in Greene befindet sich das Grab eines Hauptmannes, der noch am 8. April 1945 von der SS erschossen wurde.
  • Einen Gedenkstein auf dem Ehrenfriedhof in Holzen widmeten 1967 ehemalige Häftlingen dem hilfsbereiten Ehepaar Kiel.
    1. "Der hilfsbereiten
      Försterfamilie
      Kiel
      gewidmet von ehemaligen
      K.Z. Häftlingen Holzen"

     

    Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944

  • In Zusammenarbeit des Heimatmuseums Bad Sachsa e.V. und der Stadt Bad Sachsa mit dem Kulturverein Rangsdorf e.V. und der Familie Hansen wurde 2011 eine Gedenktafel im Borntal installiert.

        „In diesem ehemaligen Kinderheim
        lebten vom August 1944 bis Ende 1945
        46 Kinder der Widerstandskämpfer
        vom 20. Juli 1944 (Attentat auf Hitler).
        Sie wurden in Sippenhaft genommen,
        mit fremden Namen geführt
        und sollten ihre Eltern vergessen.

        Gestiftet von der Gemeinde Rangsdorf bei Berlin,
        dem Wohnort der Damilie Hansen 1944
        und dem Ort des Flugplatzes des Stauffenberg-Fluges"

       

  • Ein Gedenkstein für den Widerstand des 20. Juli 1944 befindet sich seit 1964 in Göttingen, Ecke Stauffenbergring / Nonnenstieg.
    1. "Wir wollen eine neue Ordnung, die alle
      Deutschen zu Trägern des Staates macht
      und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt.
      Claus Schenk von Stauffenberg
      20. Juli 1944"

  •  

    Kriegsdienstverweigerung und Desertion

  • Zwei Gedenktafeln in Göttingen erinnern seit 1990 an die Wehrmachtsdeserteure des Zweiten Weltkrieges. Die Tafeln befinden sich am Amtshaus, Hiroshimaplatz, das Teil der Alten Kaserne war und in dem heute das JobCenter Göttingen beheimatet ist.
      •                       "Nicht
                                 aus
        Furcht vor dem Tode
             sondern aus dem
             Willen zum Leben
                   A. Andersch"

    "Den Deserteuren, die sich
    aus Gewissensgründen
    dem Kriegsdienst
    für die nationalsozialistische
    Gewaltherrschaft verweigert haben
    und dafür verfolgt, getötet und
    verleumdet wurden."

     

       Zwangssterilisation

  • Auf Initiative der Philosophischen Fakultät und der Universitätsmedizin der Georg-August-Universität Göttingen erinnern seit Februar 2011 zwei Gedenktafeln an die insgesamt mehr als 780 Frauen und 800 Männer, die in den ehemaligen Gebäuden der Göttinger Universitätsklinik zwangssterilisiert worden sind. Die Tafeln befinden sich an den Gebäuden in der Humboldtallee 17 (ehem. Universitätsfrauenklinik) und dem "Jakob-Grimm-Haus" im Käthe-Hamburger-Weg 3 (ehem. Chirurgische Universitätsklinik).
    • "Im Gedenken an die Opfer - Wider das Vergessen / In der ehemaligen Universitätsfrauenklinik, zu der auch das heutige / Dekanatsgebäude gehörte, haben Göttinger Ärzte im Nationalsozialismus / mehr als 780 Frauen zwangssterilisiert. In mehreren Fällen führte der / Eingriff zum Tod. Grundlage der Maßnahme war das „Gesetz zur / Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933. In Deutschland / wurden zwischen 1934 und 1945 über 360.000 Zwangssterilisationen / durchgeführt. Insgesamt sind etwa 4.500 Frauen und 500 Männer in Folge / dieser menschenverachtenden Praxis gestorben. Nahezu alle / Überlebenden erlitten schwere physische und psychische Schäden. / Zu wenige Menschen haben sich dem Gesetz und der rassenhygienischen Ideologie, die ihm zugrunde lag, widersetzt. / Philosophische Fakultät der Universität Göttingen und Universitätsmedizin Göttingen"

      "Im Gedenken an die Opfer - Wider das Vergessen / In diesem Gebäude, der ehemaligen Chirurgischen Universitätsklinik, / haben Göttinger Ärzte im Nationalsozialismus mindestens 800 Männer / zwangssterilisiert. Grundlage der Maßnahme war das „Gesetz zur / Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933. In Deutschland / wurden zwischen 1934 und 1945 über 360.000 Zwangssterilisationen / durchgeführt. Insgesamt sind etwa 4.500 Frauen und 500 Männer in / Folge dieser menschenverachtenden Praxis gestorben. Nahezu alle / Überlebenden erlitten schwere physische und psychische Schäden. / Zu wenige Menschen haben sich dem Gesetz und der rassenhygienischen / Ideologie, die ihm zugrunde lag, widersetzt. / Philosophische Fakultät der Universität Göttingen und Universitätsmedizin Göttingen"

     

    "Bücherverbrennung"

  • Auf dem Albaniplatz in Göttingen, Ecke Herzberger Landstraße, erinnert eine Gedenktafel an die NS-"Bücherverbrennung" im Mai 1933. Der Ausspruch entstammt dem Werk eines dieser verfemten Autoren, Heinrich Heine, und bezieht sich ursprünglich auf die Verbrennung des Korans bei der Eroberung Granadas durch christliche Ritter um 1500.

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